Das Gründungsmitglied der griechischen Blueser von Small Blues Trap mit einem Solo-Album, und einem eigenwilligen noch dazu.

Eine Platte, „where the soul, love, obsession, memories and passions are mixed together creating an intuitive scenario in a theatrical way“.

Der Hinweis auf das „theatralische“ Element scheint nicht zu weit hergeholt.

"Fifteen Raindrops…" ist viel mehr eine Soundkollage, denn ein typisches Bluesalbum.

Sowohl von Instrumentierung als auch Stimmung und Vocals her, erinnert Karapiperis mehr als nur einmal an Tom Waits.

Mit ein wenig Hilfe von einigen Freunden, zelebriert der Grieche an Stimmbändern, Harmonica, Percussion, Bass, Gitarren und Keyboards fünfzehn Kleinode der etwas anderen Bluesart, sparsam instrumentiert, zwischen Delta und Voodoo.

Bisweilen düster, oftmals schräg aber stets interessant, keine leichte Kost indessen.

In erster Linie wird akustisch zu Werke geschritten, mit dem einen oder anderen elektrischen Sprengsel.

Ein Album, mit dem man sich intensiver beschäftigen muss.

 

Dietmar Hoscher